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Ich muss mich sehr anstrengen, wenn ich überlege, wie mein Leben vor der Reise war. Es sind über 1,5 Jahre und 20+ Länder seitdem vergangen, und es fühlt sich wie ein komplett anderes Leben an.

Wir schreiben den 17. September 2024. Ich stehe mit meiner Familie und meinem besten Freund am Flughafen in Düsseldorf. Voll gepackter Rucksack auf dem Rücken, One-Way-Ticket in der Hand, als wir uns verabschieden. Erster Stopp Dubai für ein paar Tage, bevor ich in Chiang Mai in Thailand starten wollte. Wie es von dort weitergeht, wusste ich noch nicht.

Als ich am Flughafen in Thailand gelandet bin, hatte ich diese Sorgen: was, wenn das nicht das Richtige ist? War es ein Fehler zu kündigen? Was, wenn ich niemanden kennenlerne? Jetzt habe ich alles zuhause aufgegeben und auf diese Karte gesetzt, und wie wird es wohl werden? Die Sorge sollte relativ schnell beseitigt werden, weil ich schon vom ersten Tag an coole Leute kennengelernt habe. Wir haben direkt eine Dschungelwanderung zusammen gemacht. Ich war dann für sieben Wochen in Thailand, mir hat das Land mega gut gefallen und das Backpacken war erstmal super.

Mit kurzem Blick auf die Reise: ich war insgesamt zehn Monate in Südostasien und Nordamerika unterwegs, dann im Sommer 2025 für sechs Wochen in der Heimat, um Familie und Freunde zu überraschen. Danach war kein Geld mehr in der Reisekasse, aber ich wollte noch weiterreisen. Also war die Antwort Work and Travel. So kam ich auf Australien, wo ich in Perth sieben Monate die Reisekasse wieder aufgefüllt habe. Seit April bin ich mit gefüllter Kasse wieder unterwegs, um mir für den Sommer Europa anzugucken.

Von der Reisestory ist es natürlich alles klasse und sehr umfangreich, anfänglich hatte ich auch nicht gedacht, dass ich so lange unterwegs sein werde. Aber es gab natürlich auch unschöne Seiten: die finanzielle Sorge, das Alleinsein, die ständige Überlegung, was ich mache, wo ich hingehen soll, wo es mich jetzt mehr hinziehen könnte. Die vielen coolen Begegnungen mit tollen Leuten, und dann genauso der schwere Abschied, auch wenn man sich nur für wenige Tage kannte. Weil es so intensiv war, fühlt es sich trotzdem wie eine Trennung an, wie Herzschmerz.

Zusammenfassend kann ich auf jeden Fall sagen: die 20 Monate meiner Reise waren eine Achterbahnfahrt der Gefühle und Eindrücke. Von Begegnungen, neuen Freundschaften, aber auch Herausforderungen sowie Erkenntnissen über mich selber und so vielem mehr, diese Reise hat einen ganz anderen Menschen aus mir gemacht. So kann ich seit dem ersten Tag jetzt immer noch sagen: »Es war die richtige Entscheidung!«

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