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Seit ich mich Anfang 2023 noch damals nebenberuflich selbstständig gemacht habe, hat sich vieles getan. Ich habe viel gelernt, viele Fehler gemacht und über die Zeit viele Aha-Momente gehabt. Hier kommen meine größten Learnings und Erkenntnisse.

#1 Das Shiny Object Syndrome ist real

Das war eine meiner ersten Erkenntnisse. Damals, als ich 2022 den ersten Gedanken zur Selbstständigkeit hatte, war die Motivation, schnell Online-Geld zu verdienen. Oder jetzt zuletzt, als die ganzen KI-Tools in den letzten Monaten immer besser und größer wurden: gefühlt jeden Tag kam eine neue Version, ein besseres Modell, neue Plugins und Skills, die alle super klangen und denen ich am liebsten direkt hinterherrennen und alles ausprobieren wollte. Aber dort habe ich schon gemerkt, eben aus der Erkenntnis von damals: es macht nicht immer Sinn, den glänzenden Objekten oder den super klingenden Lösungen hinterherzurennen.

Die Lösung: #Laserfokus

Das war meine Erkenntnis Anfang letzten Jahres, als ich gemerkt habe, dass ich viele offene Projekte habe und am liebsten alle gleichzeitig angehen möchte. Aber wenn jedes Projekt 10 % bekommt, mache ich am Ende des Tages kaum Fortschritte. Daher ist die Superfokussierung, der Laserfokus, wirklich die Lösung. Setz dir Prioritäten, guck dir in einem Prioritätendiagramm die Dringlichkeit und den Einfluss an, finde heraus, was gerade das Wichtigste ist. Nutz die 80-20-Regel, um das anzugehen, und gehe es Schritt für Schritt an, statt alles gleichzeitig auszuprobieren.

#2 Es gibt keine Abkürzung

Abgeleitet aus der Motivation, die ich in Punkt 1 beschrieben habe, kam ich dann sehr schnell zu der ernüchternden Erkenntnis, dass es keine Abkürzung gibt, beziehungsweise ich diese mittlerweile auch gar nicht mehr gehen möchte. Ich bin ein großer Fan davon, produktiv zu arbeiten, es effizient anzugehen mit der 80-20-Regel, dem Parkinson'schen Prinzip usw. Aber der Cheatcode oder die Abkürzung, die es alles viel schneller, viel einfacher machen soll, gibt es nicht.

Meine Alternative: Es richtig angehen!

100 % von mir, wo ich auf das Ergebnis stolz sein kann. Und würde es morgen die ganze Welt sehen, kann ich selbstbewusst sagen »Das war ich!« und werde nicht rot, weil ich eigentlich weiß, dass es nur halbherziger Müll war. Genau diesen Ansatz bringe ich jetzt, als mein Qualitätsversprechen, mit in jedes Kundenprojekt.

#3 Guck auf dich und zieh dein Ding durch

Auch eine sehr große Erkenntnis, an der ich selber noch ein wenig zu arbeiten habe, der ich aber schon mehrere Male begegnet bin. Sei es am Anfang vor der Selbstständigkeit oder auch vor der Weltreise, als ich das mit Freunden und Familie kommuniziert habe: wo ich dann teils belächelt oder verletzt wurde oder es mit einem »Ja ja, mach du mal« abgetan wurde.

Oder genauso auch später, nachdem ich schon auf Weltreise war und meinen Podcast und Social Media gestartet hatte: nach ein paar Monaten unterwegs hatte ich trotzdem erst 300 Follower auf Instagram und war sehr traurig darüber, dass es nicht die Zahlen waren, die ich mir erhofft hatte, und habe eben schnell den Vergleich zu anderen gesucht, auch wenn die etwas ganz anderes gemacht haben und viel länger schon dabei waren.

Und dann hat es irgendwann Klick gemacht. Jeder macht sein Ding, jeder hat sein eigenes Tempo. Du bist nicht zu früh, du bist nicht zu spät, du bist genau »on time«. Sei es auf Social Media im Vergleich, sei es in der Selbstständigkeit, sei es im Leben im Allgemeinen. Du bist genau da, wo du gerade sein sollst. Und auch wenn das jetzt ein wenig spirituell klingt, hat es mir doch sehr geholfen, den Vergleich zu anderen zu reduzieren. Ich würde nicht sagen, dass ich ihn komplett ablegen konnte, aber es macht mir immer wieder bewusst, dass ich in meiner eigenen Linie unterwegs bin und in meinem Tempo ans Ziel kommen werde.

Hoffentlich konntest du ein paar Gedankenanstöße aus diesem Artikel mitnehmen. Ich bin gespannt, was mein nächster großer »Aha-Moment« sein wird.

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